Was ist Employer Branding? 5 Tipps von Employer Branding Coach Dipl. Des. Sandy Faber

Florian
19. November 2022

Employer Branding ist in aller Munde. Auch Transport- und Logistikunternehmen begegnen der Begrifflichkeit immer häufiger. Doch was ist es genau, und warum wird Employer Branding in Zukunft immer wichtiger.

 

Translog Marketing  (zukünftig TM) : Bitte definieren Sie den Begriff „Employer Branding“ für uns.

Sandy Faber: „Employer Branding“ steht für eine Vielzahl von JAs auf die Fragen:

  • Ist es erstrebenswert für dieses Unternehmen zu arbeiten?
  • Eilt diesem Unternehmen der gute Ruf voraus?
  • Kann ich stolz sein hier einen großen Teil meiner Zeit einzubringen?
  • Kann ich hier einen Beitrag leisten, wird mein Einsatz einen Sinn haben?
  • Werde ich mich hier wohlfühlen, geachtet, gesehen und geschätzt?
  • Kann ich mich mit den Werten des Unternehmens identifizieren?Fühle ich mich sicher?
  • Kann ich hier mein ganzes Potenzial einbringen und weiterentwickeln?

Es meint die Anziehungskraft eines Unternehmens für Mitarbeiter. Es meint weniger das, was marketingeffizient auf der Homepage steht – es meint vielmehr die interne Attraktivität der Firma, die durch die Menschen darin kultiviert wird.

 

TM: Hast du für unsere Leser 5 schnelle Tipps, „Employer Branding“ Maßnahmen bei sich im Unternehmen einzusetzen?

Sandy Faber:

  1. Gut geführte Mitarbeitergespräche, die durch sinnvolle Fragen einen Mehrwert für beide Seiten stiften, für die Führungskraft wie für den Mitarbeiter
  2. Wenn sich Mitarbeiter im Unternehmen wohl und sicher fühlen, diese positiven Stimmen auf den Karriereseiten der Firma einstellen oder auf anderen Plattformen hörbar und sichtbar werden lassen
  3. Die Persönlichkeitsentwicklung der Mitarbeiter unterstützen, mit den Themen, die diese auch wirklich bereichern – die Mitarbeiter sollten die Wahl haben – ungewollte Weiterbildungen überzustülpen, geht oft ins Leere und frustriert beide Seiten
  4. Die Unternehmenswerte sollten mit den Werten der Arbeitnehmer im Einklang stehen, deshalb empfiehlt es sich, diese gemeinsam zu erarbeiten
  5. Zuhören – das Ohr an der Organisation
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TM: Sehr spannende Ansätze, was wäre dein Appell an alle, die eine attraktive Arbeitgebermarke aufbauen möchten?

Sandy Faber: Eher ein Perspektivwechsel: Ab und an in die Schuhe der Mitarbeiter schlüpfen und beobachten wie ich selbst und das Unternehmen aus ihren Augen erscheine. Wenn Ihnen, als Führungskraft oder Unternehmer, nicht gefällt, was Sie aus diesen Schuhen sehen: handeln. Genau hinsehen, reflektieren und die Störfaktoren, die einer gelingende Unternehmenskultur im Wege stehen. Diese Störfaktoren Stück für Stück wandeln in unternehmenszuträgliche Bedingungen. Sinnvoll ist hier auch die externe Unterstützung, weil wir mit der Zeit blind werden für die eigenen Unternehmungen und Überzeugungen.

TM: Sehr spannende Ansätze, was wäre dein Appell an alle, die eine attraktive Arbeitgebermarke aufbauen möchten?

Sandy Faber: Eher ein Perspektivwechsel: Ab und an in die Schuhe der Mitarbeiter schlüpfen und beobachten wie ich selbst und das Unternehmen aus ihren Augen erscheine. Wenn Ihnen, als Führungskraft oder Unternehmer, nicht gefällt, was Sie aus diesen Schuhen sehen: handeln. Genau hinsehen, reflektieren und die Störfaktoren, die einer gelingende Unternehmenskultur im Wege stehen. Diese Störfaktoren Stück für Stück wandeln in unternehmenszuträgliche Bedingungen. Sinnvoll ist hier auch die externe Unterstützung, weil wir mit der Zeit blind werden für die eigenen Unternehmungen und Überzeugungen.

TM: Vielen Dank für den Einblick und deine Tipps. Würdest du dich unseren Lesern noch etwas vorstellen? Wie bist du zu deinem Coaching-Angebot gekommen?

Sandy Faber: Ich bin Sandy Faber, seit 12 Jahren Businesscoach und Trainerin für Führungskräfte und deren Mitarbeiter. Ich arbeite im Einzelcoaching (4-Augen-Gespräch) oder in Workshops mit Gruppen bis zu 8 Teilnehmern in mittelständischen Unternehmen. Die Themen umfassen alles was mit Führung zu tun hat, angefangen bei der Selbstführung, der gelingenden Gesprächsführung, über sinnvolle Mitarbeitergespräche, dem Führen durch Motivation, der Selbstorganisation und endet bei den gemeinsamen Werten. Werte sind unsere unbewußten Begleiter, die wir meist nicht kennen, die uns aber unhinterfragt leiten und lenken.

Gerade in Unternehmen sollten Werte bewusst berücksichtigt sein, weil sie einen enormen Einfluss auf die Unternehmenskultur und damit auf das Betriebsklima haben. Das gesunde Betriebsklima ist das, was ich mir auf die Fahne geschrieben habe. Es ist immer im Focus, egal in welchen Coaching-Begegnungen, weil es alle Etagen einer Firma durchdringt. Das offene, respektvolle Miteinander wird von Mitarbeitern und Führungskräften mittlerweile mehr geschätzt als eine überdurchschnittliche Bezahlung.

Es hat außerdem den Nebeneffekt, dass die GUTEN bleiben, dass man gemeinsam durch Krisen geht und zusammen der allgemeinen Unsicherheit etwas stabiles entgegenstellt. Menschen die wissen warum sie angetreten sind, füreinander arbeiten und sich gesehen fühlen, verlassen nicht das Schiff, wenn sich der Wind dreht. Diesen Prozess gemeinsam in Gang zu setzen, Werte wie Zugehörigkeit, Schutz und Vertrauen im Unternehmen zu verankern, ist mir ein Anliegen und auch der Grund warum ich ich angetreten bin. Ich habe als Führungskraft und Unternehmerin, in den unterschiedlichsten Kontexten erfahren was passiert, wenn diese Werte fehlen, wieviel Energie und Ansehen in Konflikten oder durch psychischen Erkrankungen von Mitarbeitern dem Unternehmen verloren gehen. Es geht um die mentale Gesundheit der Menschen in einem Unternehmen, was der Wertschöpfungskette zu gute kommt und immer anziehender für neue Mitarbeiter wird.

TM: Vielen Dank Sandy. Wer mehr über Sandy und ihre Arbeit erfahren möchte, kann auf ihrer Webseite weitere Informationen finden: https://coaching-for-commitment.com/

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